Jonas Hector beim DFB in der Rotation - wer noch?

Jonas Hector

Deutschland vor dem Halbfinale des Confed Cups gegen Mexiko

Jonas Hector beim DFB in der Rotation - wer noch?

Von Marcus Bark (Sotschi)

Bundestrainer Joachim Löw kündigte für das Halbfinale des Confed Cups gegen Mexiko eine veränderte Startelf an. Es gilt als sicher, dass Jonas Hector zurückkehrt. Wer noch?

Marc-André ter Stegen ist vom Bundestrainer als Torhüter für das Halbfinale betätigt worden. Kapitän Julian Draxler hat die Erfahrung von mehr als 30 Länderspielen, Joshua Kimmich ist ein Anker im Spiel der deutschen Mannschaft. Er ist derjenige, den die Mitspieler suchen, wenn es mal eng wird.

Auf der linken Seite wird Jonas Hector in die Startelf zurückkehren, wenn es am Donnerstag (29.06.17, live im Ersten und im Stream) gegen Mexiko im Fisht Stadion von Sotschi darum geht, ins Finale des Confed Cups einzuziehen.

Wieder eine Dreierkette

"In eine der Richtungen 5-4-1 oder 5-3-2 könnte es gehen", sagte Assistenztrainer Thomas Schneider zum möglichen System. Es läuft also wieder auf drei Innenverteidiger hinaus. Einer aus dem Quartett Shkodran Mustafi, Niklas Süle, Matthias Ginter und Antonio Rüdiger wird auf der Bank sitzen müssen.

Das Rennen um die drei Plätze scheint offen. Jeder der Kandidaten hatte gute, aber auch schwache Momente während des Turniers, in dem sich die deutsche Mannschaft anfällig zeigt. Gelangen den Gegnern in den ersten zehn Spielen nach der Europameisterschaft 2016 nur zwei Tore, so waren es in den bisherigen drei Partien beim Confed Cup schon drei.

Wieder vier Änderungen?

Auf der Bank werden außer den Torhütern Bernd Leno und Kevin Trapp auch Benjamin Henrichs und Marvin Plattenhardt erwartet, weil ihre Positionen auf der rechten und linken Seite der Fünferkette/des Mittelfeldes schon besetzt sind.

Jeweils vier Änderungen nahm Joachim Löw vor den Spielen gegen Chile und Kamerun vor. Für das Halbfinale kündigte er wieder welche an. Außer Hector sind Leon Goretzka und Lars Stindl ernsthafte Kandidaten. Beide wurden gegen Kamerun über die gesamte Spielzeit geschont und haben je zwei Scorerpunkte auf dem Konto. Wahrscheinlich müssten Emre Can und Kerem Demirbay dann weichen.

Ballsicherer Rudy gefragt

Sebastian Rudy spielt zwar kaum spektakuläre Pässe, ist aber sehr ballsicher, was gegen die Mexikaner wichtig sein wird, die Löw aggressiv erwartet: "Ihr Stil ist, den Ball zu jagen."

Wie Stindl, stehen auch bei Timo Werner schon zwei Treffer zu Buche. Dass die beiden Führenden der Torschützenliste als Doppelspitze spielen, ist weniger wahrscheinlich. Vermutlich wird Löw wieder nur einen Angreifer aufbieten, auch wenn er in der Pressekonferenz von der Option sprach, dass Werner zusammen mit Sandro Wagner in der vordersten Linie spielen könnte.

Ganz wenig Gefahr bei Standards

Wagner ist zwar mit 1,94 Meter der deutlich Größte unter den drei deutschen Stürmern, aber das ist nur ein vermeintlicher Vorteil gegenüber den Mexikanern, die im Schnitt vier Zentimeter kleiner sind als die Spieler des deutschen Kaders (1,81 Meter zu 1,85 Meter).

Nach wie vor wartet die deutsche Mannschaft beim Confed Cup auf ein Tor nach Freistößen und Eckstößen. Bei der Weltmeisterschaft 2014 gelangen so vier Treffer, bei der EM 2016 immerhin noch drei. Nur vier der bislang 47 Torschüsse während des Turniers in Russland ergaben sich nach Standardsituationen, darunter war das Elfmetertor von Draxler zum Auftakt gegen Australien. Die Schwäche ergibt sich vor allem auch daraus, dass Toni Kroos im Kader fehlt, der die Frei- und Eckstöße ansonsten meistens schießt.

Voraussichtliche Aufstellung:

Deutschland: ter Stegen - Rüdiger, Mustafi, Süle - Kimmich, Goretzka, Rudy, Hector - Stindl, Draxler - Werner

Stand: 29.06.2017, 08:00

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