Confed Cup - Löw kündigt erneut Veränderungen an

Halbfinale Deutschland gegen Mexiko

Confed Cup - Löw kündigt erneut Veränderungen an

Nach Kamerun ist vor Mexiko. Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem Halbfinale beim Confed Cup in Russland gegen die Mexikaner erneut Veränderungen in der Startelf angekündigt.

"Ich werde nicht mit der gleichen Mannschaft spielen wie gegen Kamerun", sagte Löw auf der Pressekonferenz am Mittwoch (28.06.17) in Sotschi: "Wer letztlich spielt, kann ich noch nicht sagen. Da will ich erst einmal das Mannschaftstraining abwarten."

Überhaupt sei das letzte Gruppenspiel gegen Kamerun vom Sonntag schon seit Montagmorgen kein Thema mehr. "Wir haben uns nur ganz kurz mit der Spielanalyse beschäftigt und sind dann sofort in die Vorbereitung für das Mexiko-Spiel eingestiegen", so Löw.

Duo Werner/Wagner eine Option

Bundestrainer Joachim Löw

Bundestrainer Joachim Löw

Definitiv keinen Wechsel wird es gegen Mexiko auf der Torhüter-Position geben. Marc-André ter Stegen, der schon zuletzt zwei Mal zum Einsatz kam, wird die verbleibenden zwei Turnierspiele absolvieren. "Es ist wichtig, dass ein Torhüter auch mal zwei bis drei Spiele am Stück macht", begründet Löw seine Entscheidung, erwähnt aber im gleichen Satz, dass auch Bernd Leno und Kevin Trapp "klasse Torhüter" sind.

Im Angriff wurde bislang stets durchgewechselt. Nach Lars Stindl und Sandro Wagner gegen Australien, durfte gegen Chile nur Stindl ran. Gegen Kamerun kam dann Timo Werner zu seinem ersten Startelf-Einsatz in Russland. Angesprochen darauf, ob auch das Duo Werner/Wagner eine Option sei, antwortete Löw kurz und knapp: "Das ist durchaus denkbar."

Löw "unheimlich beeindruckt" von Mexiko

Den kommenden Gegner löbt Löw in den höchsten Tönen - und vergleicht die Mexikaner sogar mit Südamerika-Meister Chile. "Mexiko ist eine Mannschaft mit technisch versierten Spielern und einer Mentalität, die sehr viel Stolz ausdrückt", schwärmt der Bundestrainer: "Das ist schon ein anderes Niveau als Kamerun und Australien."

Schon beim Confed Cup 2005 habe ihn das mexikanische Team "unheimlich beeindruckt." Damals siegte Deutschland in einem spektakulären Spiel mit 4:3 in der Verlängerung. In der Confed-Cup-Gruppenphase sind nie so viele Treffer gefallen, wie bei den Spielen von Mexiko (10 Tore) und Deutschland (11 Tore)

Angesprochen darauf, ob es auch diesmal torreich werden könnte, sagt Löw: "Ich glaube es wird ein aggressives Spiel - aber im positiven Sinne. Mexikos Spielstil ist den Ball jagen, sie haben eine unglaublich gute Dynamik."

Hector: "Müssen unser Spiel durchbringen"

Das Confed-Cup-Spiel von 2005, immerhin das letzte Duell zwischen Deutschland und Mexiko, war unweigerlich auch Thema für Verteidiger Jonas Hector. Als der Kölner auf der Pressekonferenz darauf angesprochen wurde, konnte er aber nur wenig dazu sagen: "Damals war ich 15, ich weiß gar nicht, wo ich es geschaut habe."

Aber auch er kennt inzwischen die Stärken der Mexikaner. "Sie gehen immer sofort ins Gegenpressing bei Ballverlust des Gegners", sagt Hector: "Es wird also dafauf ankommen, dass wir unser Spiel nach vorne durchbringen."

Elfmeterschießen nicht auf dem Trainingsplan

Ein mögliches Elfmeterschießen sei kein Thema innerhalb der Mannschaft: "Wir haben das bislang nich trainiert." Laut Löw sei das auch für den Mittwoch nicht geplant: "Ich weiß nicht, ob wir das trainieren. Manchmal ist es auch einfach gut, wenn man das nicht macxht. Im Spiel ist das schließlich was ganz anderes."

Selbst eine mögliche Reihenfolge an Schützen hat Löw nach eigener Aussage noch nicht parat: "Das kommt dann immer auf die Situation an." Hector jedenfalls ist sich sicher, trotz seines verwandelten Elfmeter im EM-Viertelfinale gegen Italien, nicht aufgerückt zu sein in der Reihenfolge: "Ich war ohnehin noch nie ein Elfmeterschütze. Auch bei der EM waren ja einige vor mir dran."

msc | Stand: 28.06.2017, 12:20

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